Endlich wir haben es geschafft. Bakuchi und ich haben die Prüfung zum Hundeführerschein bestanden.

Aber fangen wir erst mal mit den Übungsstunden an. Der Kurs begann am 08.05.2008. In den Freilaufübungen war ein Teil der Hunde an der Leine und sollte „Fuß“ gehen, während der andere Teil frei lief. Es war schon nicht einfach, dass die frei laufenden Hunde, nicht in die Hunde liefen, die an der Leine waren. Für uns war es vor allem wichtig, Bakuchi zu unterbrechen bevor sie zu doll mit den anderen spielte oder bevor Bakuchi die anderen Hunde anmaulte.
Zum Glück ist Bakuchi sehr sozial und lässt sich auch von anderen Hunden viel gefallen bevor sie was sagt.

Prüfungstag: Freitag, der 14.11.2008

Als wir los fuhren war alles in tiefem Nebel. Ich hatte alles gut vorbereitet, Bakuchi hatte schon eine Waldrunde bekommen, ich hatte zur Sicherheit noch Leckerchen mitgenommen und Beutel, falls Bakuchi vor Nervosität noch ein Häufchen machte. Wir fuhren sehr früh los um nicht in Stress zu kommen.
Den Kurs und die Prüfung machten wir in der Hundeschule Aschaffenburg. Auf dem Weg dorthin kam immer mehr die Sonne raus und als wir am Mainufer, wo unsere Prüfung begann, ankamen, schien die Sonne.
Also im Gegensatz zu den Übungsstunden mit Iris Franzke, unserer Hundetrainerin, war ja die Prüfung ein Spaziergang, aber so musste das wohl sein. Iris versuchte in den Übungsstunden die Hunde aus dem Platz immer weg zu locken und den Hunden Würstchen anzudrehen. Das alles blieb uns in der Prüfung erspart.
Die Prüfung wurde abgenommen von einer Hundetrainerin, die eine Hundeschule in Wiesbaden hat. Von der Hundeschule Aschaffenburg war Angelika Dewes dabei.
Wir stellten zuerst uns und unsere Hunde vor. Ich hoffte inständig, dass Bakuchi heute einen guten Tag hatte und sie zeigte, dass sie alles kann. Die anderen beiden Hündinnen waren eine Labrador Hündin, Nala und Weller Hündin Finou.
Nala wurde als typischer Labrador vorgestellt, sie mag grundsätzlich alle Menschen, die ihr begegneten und sprang an ihnen hoch, wenn Frauchen nicht aufpasste.
Finou ist auch sehr menschenfreundlich und meint alle Menschen seien ihre Freunde.
Bakuchi stellte ich als typische Akita Hündin vor, sie mag keine Leckerchen, sie spielt nicht mit anderen Hunden und je nachdem, ob sie einen guten Tag hat, hört sie super gut oder halt erst beim zweiten Kommando.
Am Mainufer wurde geprüft, wie wir unsere Hunde unter Kontrolle hatten, vor allem im Freilauf. Die Hunde sollten abgerufen werden, wenn Spaziergänger, Radfahrer oder andere Hunde kamen, sie sollten nicht zu weit weg laufen, und auch die Enten sollten nicht aufgescheucht werden. Und die Hunde sollten mit den anderen Hunden in der Gruppe zusammen laufen können ohne aggressiv zu werden. In der ersten Übung sollten die Hunde „Platz“ machen und wir auf die andere Seite des Weges zu gehen. Hierbei hatte Bakuchi leichte Anfangsschwierigkeiten, sie ist 2x aus der Platzübung wieder aufgestanden. Aber danach lief alles super. Bakuchi war so toll wie noch nie. Sie ist das erste Mal in der Ablageübung liegen geblieben, sie lief im Freilauf ca. 5m um mich herum ohne sich weiter von mir zu entfernen. Selbst als wir auf die Enten zuliefen, schaute Bakuchi nur zu mir. Nala und Finou spielten während der Freilaufzeit miteinander und gingen im Main baden. Bakuchi schnüffelte mal hier mal da, ging nicht in den Main, spielte auch nicht mit den anderen beiden, sondern hatte nur Augen für mich.
Auch der Stadtteil lief super. Hierbei wurde geprüft, ob die Hunde an lockerer Leine laufen können. Die Hunde wurden an eine Laterne angebunden und die Prüferin ließ neben den Hunden einen Schlüsselbund fallen, hierbei sollten die Hunde ruhig bleiben und die Prüferin den Schlüsselbund wieder aufheben lassen. Die Hunde wurden mit in einen Buchladen genommen, hierbei sollten die Hunde „Platz“ machen, während wir uns Bücher ansahen, die Prüferin beugte sich über die Hunde, auch hierbei blieb Bakuchi und die anderen beiden Hunde ganz ruhig. Bakuchi lief super an lockerer Leine durch die Stadt, schnüffelte nicht an den Passanten und machte alles was von ihr verlangt wurde.

Im Kaffee, war natürlich Bakuchi´s Paradedisziplin, das macht sie ja zu hause jede Woche.

Das größte Lob von der Prüferin war, dass sie noch nie einen Akita gesehen hatte, der so sehr auf seinen Menschen fixiert ist wie Bakuchi. Dafür, dass Bakuchi mit 9 Wochen lieber meinem Mann nachlief als mir, war das ein sehr großes Lob für mich!!!